Mittwoch, 27. Juni 2012

"Am dunkelsten ist die Nacht vor der Dämmerung...

Bis zur Dämmerung dauert es noch ein bisschen und eigentlich müsste ich längst schlafen. Mein Wecker klingelt bedrohlich früh und ich hatte fest vor, mich nicht ausschließlich durch Kaffee am Leben zu erhalten.

Dummerweise war mein Magen die letzten beiden Tage etwas unpässlich, sodass ich viel Zeit im Bett verbracht habe (vorzugsweise schlafend) und jetzt bekomme ich die Quittung in Form von penetranter Schlaflosigkeit dafür.

Die Stadt ist eingehüllt in eine dicke Wolke aus Stille, an meinem Fenster fährt nur gelegentlich ein Auto vorbei und der Hinterhof liegt im Dunklen. Ich kann vom Balkon aus drei Nachbarhäuser sehen und anscheinend sind meine 13einhalb die einzigen, die noch erleuchtet sind. Wirklich ruhig hier... Ich glaube, ich hab sowas wie Heimweh...

... und ich verspreche Ihnen, die Dämmerung wird kommen" (The Dark Knight)

Sonntag, 24. Juni 2012

Straßengeflüster

Mit den Sonntagen ist das immer so eine Sache. Vor allem, wenn man grundlos um 8.15 Uhr hellwach im Bett liegt und selbst absolut konzentriertes Augenzudrücken nicht dazu führt, dass man einfach wieder einschläft.

Was also tun mit der vielen Freizeit?

Genau, erstmal den örtlichen Flohmarkt begutachten und bei der Gelegenheit auch direkt die nähere Umgebung unter die Lupe nehmen.

Dabei musste ich feststellen, dass es hier tatsächlich den ein oder anderen Ort gibt, der ziemlich genau meinem Geschmack entspricht. Je rostiger und ziegelsteiniger, desto besser





Achso, den Flohmarkt konnte ich natürlich auch nicht verlassen, ohne dieses wunderschöne Schnäppchen zu adoptieren:

 


Samstag, 23. Juni 2012

Es gibt keine aufrichtigere Liebe als die zum Essen...

So langsam muss ich feststellen, dass es als Solo-Mensch gar nicht so einfach ist, sich halbwegs ordentlich zu ernähren.

Ich lebe zwar in einer WG, aber für die Nahrungsaufnahme ist jeder selbst verantwortlich, also beginnt das Drama im Supermarkt mehrmals wöchentlich und immer auf´s Neue.

Man hat dann die Wahl zwischen Maxi - (damit überstehen wir auch den Weltuntergang) - Packungen, Fertig-Retorten-Futter oder echt hochpreisigen Single-Portionen, die einem das Ein-Mensch-Dasein nochmal extra vor Augen führen. Und Nein, von Kochen für fünf und den Rest einfrieren halte ich nichts. Ich mag mein Essen gerne frisch und ohne Gefrierbrand.

Nichtsdestotrotz muss ich ja irgendwas zu mir nehmen. Und da mir das ausprobieren neuer Rezepte unglaublichen Spaß bereitet (obwohl ich eigentlich nicht gerne Koche - komische Sache), will ich euch meine neugewonnenen Gaumenfreuden natürlich nicht vorenthalten.

Heute schmoren also Pesto-Nudeln mit getrockneten Tomaten und Mozzarella in der WG-Küche


Und so sieht das ganze dann aus :)



Donnerstag, 21. Juni 2012

Neue Stadt, neues Glück...

Vor ziemlich genau zwei Wochen bin ich angekommen. Ich teile meine neue Heimat mit etwa 144.400 anderen Großstadtindianern, die die gleiche Luft atmen, die selben Straßen, Wege und Hinterhöfe besiedeln, die gleichen rauschenden Feste feiern wie ich und trotzdem alles anders machen.

Das sind fast 139.000 Menschen mehr, als in dem Dorf, das die letzten 25 Jahre mein zu Hause war, in dem ich aufgewachsen bin, in dem ich gelacht, geweint, geliebt und gelebt habe.

Aber wie das Schicksal so spielt, oder der Zufall so will, ändern sich Dinge, schließen sich Türen und neue öffnen sich. Warum ich hier gelandet bin, spielt keine Rolle.

Wichtig ist: Ich bin da! Und was ich erlebe, will ich mit euch teilen.

In Zukunft werdet ihr hier alles finden, was sich auf meinen 13einhalb Quadratmetern WG-Wohnfläche abspielt, welche Eindrücke "die neue Stadt an meiner Seite" hinterlässt und wer oder was in mein Leben hinein purzelt und wieder verschwindet.

Und damit ihr versteht, wovon ich hier überhaupt spreche:

DAS sind meine ersten eigenen und persönlichen 13einhalb


Zugegeben, die Wände sind noch absolut kahl, aber ich suche schon fleißig nach Ideen und Inspiration, wie ich ein wenig Farbe ins Spiel bringen kann :)